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The Smart Dresser Blog
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Interview

14.03.2019

Interview mit Ivan von Edwin I

EdwinInterview

Auf unserem Blog können wir euch nun auch das erste Interview oder besser die erste Fragerunde in 2019 vorstellen. Das gesamte The Smart Dresser Team arbeitet seit Tag 1 sehr erfolgreich und vor allem freundschaftlich mit Ivan aus der Wunschnaht Agentur zusammen. Ivan ist also nicht nur ein Freund, sondern auch unser Ansprechpartner und Profi für Edwin. Denn so schwer wie eure Jeanssuche manchmal sein kann, so schwer ist auch für uns die Wahl der Schnitte, Waschungen und Fabrics. Also nehmen wir euch mal auf die Reise rund um Ivan und vor allem Edwin. Teil 1 - die Einleitung: 

Hallo Ivan, schön dass du dir Zeit für uns genommen hast.
Stell dich doch bitte einmal kurz vor:


Hi, Ich heiße Ivan, bin 27 Jahre alt und arbeite jetzt seit fast 5 Jahren bei der Agentur Wunschnaht, unter anderem betreue Ich dabei die Marke Edwin.

Als Agentur sind wir Partner für die Marken im deutschsprachigen Raum und übernehmen vielseitige Aktivitäten um diese auf dem Markt zu etablieren bzw. zu stärken.
Studiert habe Ich BWL und bin nach Abschluss meines Studiums ungeplant in den Job gerutscht.

Ich war als Person eigentlich immer sehr kreativ, daher war die Wahl des Studiums eher ungewöhnlich. Letzten Endes bin Ich mit meiner Wahl aber sehr zufrieden, da ich mit dem Job sowohl einen wirtschaftlichen als auch kreativen Part erfülle und mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten darf.

Die Begeisterung für Fußball und Fitness bestimmt meine freie Zeit und deswegen pendle Ich noch regelmäßig zu meinem 110km entfernten alten Heimatverein. Dabei zähle Ich mich zu einen von den kleinen, quirligen und schnellen Technikern im Sturm, die von den groben Verteidigern immer auf die Knochen bekommen. Beim Fitness beschäftige Ich mich meisten mit dem Thema Calisthenics. In der Freizeit abhängen kommt bei mir selten in Fragen - Sowohl im Job als auch privat bin Ich immer gerne auf Achse. :)

Erzähle uns doch bitte kurz was zur Marke Edwin und ihrer Geschichte:


Edwin wurde 1947 von K.K. Tsunemi gegründet der seines Zeichens großer Fan amerikanischen Denims war und mit dem Import getragener Modelle aus den USA begann. Die Modelle wurden mit großem Aufwand repariert und restauriert um der wachsenden Nachfrage im eigenen Land der gerecht zu werden. Später begann das Unternehmen mit der Produktion eigener Modelle und erlangte schnell überregional einen hervorragenden Ruf. Sie waren auch die ersten die „stone washed“ Modelle in Eigenproduktion herstellten und damit den Denim-Markt revolutionierten.

Heute zählt Edwin zu den 5 einflussreichsten Denim-Produzenten weltweit und erfreut sich auch hier in Deutschland steigender Beliebtheit, quer durch die Gesellschaft. Ob die mit farbiger Webkante verzierte schmal geschnittene Jeans für den Sneakerhead oder das 16oz schwere Modell für den Stiefel tragenden Rockabilly, bei der japanischen Marke wird jeder fündig.

Wo liegt für dich der entscheidende Unterschied zwischen Edwin und anderen Denim Produzenten?
Und warum lohnt sich der Umstieg auf Edwin?


Ich bin ein großer Fan von Brands mit Geschichte und davon haben wir bei Edwin zur Genüge. Das Label bringt Jahrelange Expertise im Bereich Denim mit, was man schnell an der hervorragenden Qualität der Hosen spürt.

Ein weiteres Argument für die Marke ist der sogenannte „value for money“.
Du kaufst bei Edwin nicht nur eine Jeans sondern vor allem eine tolle Qualität für einen fairen Preis.
Die Bandbreite ist dabei groß: Für die Denim Liebhaber haben wir beispielweise Selvage Jeans mit unserem exklusiven japanischen dreifarbigem Rainbow Selvage aus der bekannten Kuroki Weberei ab 150€.

Auf der anderen Seite bieten wir für einen kleineren Geldbeutel auch Jeans ab 90-100€ an, welche ebenfalls eine tolle Qualität aufweisen und aus 100% Baumwolle bestehen. 

Was würdest du dem unerfahren Denim-Käufer empfehlen worauf er bei der Wahl seines neuesten Modells achten soll?


Hierbei gibt es mehrere Punkte zu beachten:

1) Weißt die Hose einen Elastan/Stretch-Anteil auf?
Bei einer reinen 100% Baumwoll-Variante sollte diese bei der Anprobe eng sitzen und gerade so zu gehen.
Das Material gibt mit der Zeit natürlicherweise etwas nach. So gehst du sicher, dass deine Jeans nach kurzem Eintragen super sitzt und nicht zu locker sitzt. Nach dem Waschen wird die Hose natürlich auch wieder etwas enger. 

2) Unwashed oder washed?
Umwashed oder Raw-Denim ist Denim in seinem Urzustand. Es hat somit die natürliche Eigenschaft abzufärben. Entscheidet man sich also für eine Unwashed Variante sollte man definitiv bedenken, dass die weißen T-Shirts, Boxer oder auch Schuhe erstmal eine ganze Menge Blaue Farbränder abbekommen. Das ist völlig normal und kein Qualitätsmangel sondern der normale Färbeprozess einer neuen Unwashed.

Dafür entwickelt die Hose mit ständigem Eintragen ihre ganz eigene Struktur und Geschichte – individueller geht es kaum bei einem Kleidungsstück.

3) Auch wenn es im ersten Moment komisch klingt: Aber auf die Länge!
Ein entscheidender Punkt welcher beim Kauf oft vernachlässigt wird ist die Länge der Jeans. Gerade bei „Tapered-fits“ (zulaufend) sollte man diese nicht zu lang kaufen, da sonst der Schnitt verloren geht. 

Ein Beispiel zum Verständnis:
Stell dir eine Jeans vor, die an der Beinöffnung 17,5 cm und am Knie 21,5 cm breit ist. Umso öfter du die Hose umschlagen musst umso näher kommst du den 21,5cm am Knie und somit hat auch die Hose anschließend eine weitere Beinöffnung.
Aus einem zulaufenden Bein wird zunehmend ein gerades Bein und wir haben optisch einen ganz anderen Schnitt.

Andererseits, schlägt man die Hose nicht um und sie ist zu lang, staucht diese auf. Umschlagen darf man die Hose auf jeden Fall, jedoch würde ich dies abhängig von der Breite maximal drei bis vier Mal.

Welchen Edwin Style trägst du aktuell und warum?


Ich trage aktuell eine ED-55, Unwashed in der Rainbow Selvage Variante.
Das Rainbow Selvage ist für mich einfach die Hose mit dem höchsten Wiedererkennungswert bei Edwin & das Modell ED-55 passt für mich als eher lockeren Fit den ich unten umschlage.

Warum Ich explizit zur Unwashed-Variante gegriffen habe?
Meine Kollegen Monty und Marius haben mich immer aufgezogen, dass ich es nicht schaffe dieses Modell einzutragen.
Dies konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen! Nachdem ich mich auch gegen meine Freundin durchsetzen konnte (da die ungewaschene Hose ja eventuell ein paar Sachen blau einfärbt), bin ich aktuell fleißig am Tragen um den beiden einmal zu zeigen wie man(n) eine Hose richtig einträgt!

Das Ergebnis zeige Ich euch dann in einem Jahr - Seid gespannt!

 

Wir bedanken uns bei Ivan für Teil I und freuen uns, euch bald schon Teil II zu präsentieren. 

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