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The Smart Dresser Blog

Interview

11.04.2018

Interview mit Ed - Marshall Artist

InterviewMarshall Artist

Unser erstes Interview im neuen Blog führen wir mit Ed Quiligotti, Director des englischen Labels Marshall Artist. In Zukunft wird es hier weitere spannende Interviews geben. Viel Spaß

INTERNATIONAL READER: SCROLL DOWN!
 

1) Hi Ed, erzähl uns doch bitte ein wenig von dir und wie du zu Marshall Artist gekommen bist.

Im Jahr 1994, als ich 17 Jahre alt war, begann ich in Manchester im Store eines neuen Kleidungsgeschäfts zu arbeiten. Schon als ich mit meinem Team Manchester United durch GB und Europa reiste, war ich besessen vom Casual Lifestyle des Fußballs. Andauernd nervte ich meinen damaligen Chef Casual Marken aufzunehmen und irgendwann gab er nach und schickte mich als neuer Einkäufer auf Geschäftsreisen zu den Firmen, die ich ihm empfahl. Glücklicherweise wurden alle neu aufgenommenen Marken ein Erfolg. 

Meine Beteiligung an Marshall Artist (MA) begann Ende 2014, als ein gemeinsamer Freund Neil Maloney (meinem Teilhaber) und mich einander vorstellte. Zur damaligen Zeit war ich Product Director für die JD Sports Group und Neil war kreativer Berater bei MA. Neil berichtet mir, dass der Besitzer von MA die Marke verkaufen möchte und nach mehreren Treffen - die zufälligerweise in verschiedensten Pubs stattfanden - entschlossen Neil und ich die Marke zu kaufen. Wir glaubten beide an die Marke und trauten uns diesen großen Schritt zu. Im Januar 2015 war der Deal unter Dach und Fach und Neil und ich waren die neuen Besitzer von Marshall Artist. 
 

2) Marshall Artist wurde 2001 gegründet und ist seit einigen Jahren zurück. Was habt ihr grundsätzlich geändert und warum kann Marshall Artist so expandieren?

Marshall Artist hatte immer ein hohes Ansehen, besonders in GB, den Staaten und in Fernost. Im Laufe der Jahre gab es Kolloborationen mit namhaften Marken - wie K-Way oder Ronnie Fieg (Mitinhaber von KITH) - und renommierte Läden wie Nordstrom (US), Selfridges (UK), Lane Crawford (Hong Kong) und Colette (Frankreich) setzten auf MA. Jedoch blieb MA immer recht unbekannt, da kein Marketing betrieben und kein Branding der Marke aufgebaut wurde. Innerhalb der Modeindustrie gab es viele Bewunderer, MA war jedoch nie wirklich mit den Kunden verbunden. 

Als wir MA gekauft hatten, hatten wir bereits eine klare Vision davon, wie wir die Marke neu positionieren wollten. Der Markt in GB brauchte unbedingt neue Marken, welche hinsichtlich der verwendeten Materialien, Schnitte und Farben Innovationen hervorbringen. Durch den nicht vorhandenen Konkurrenzkampf präsentierten dargewesene Marken schlechte Kollektionen. 

3) The Smart Dresser war der erste deutsche Laden mit Marshall Artist im Portfolio. Wie wichtig ist der deutsche Markt, oder konzentriert ihr euch eher auf den UK Kunden?

Zum Zeitpunkt des Kaufes war unsere Strategie den Fokus primär auf den Wiederaufbau in GB zu legen und unsere Zusammenarbeit mit Läden wie Van Mildert, Scotts & 80s Casual Classics auszubauen. Wir entschieden uns dafür, uns verschiedene europäische Läden - welche als potentielle Händler in Frage kamen - anzuschauen und dabei auf ein starkes und gemischtes Markenumfeld zu achten. 

Die sozialen Medien haben die Welt zu einem kleinen verknüpften Ort gemacht und Gesagtes/Getanes verbreitet sich im Nu, zusammen mit The Smart Dresser macht das Deutschland zu einem wichtigen Teil für die Zukunft von MA. 


4) Siehst du einen Untschied zwischen dem Deutschen und UK Casual?

Vom Kleidungsstil aus gesehen ist der Hauptunterschied, die starke Loyalität der Käufer zu bestimmten Marken, welche mit der Jugendkultur an sich zu tun haben. In UK werden die Käufer durch Marken wie Moncler, Parajumpers, Canada Goose beeinflusst, sogar Valentino, Kenzo und DSquared werden immer beliebter in Liverpool und Manchester. 

5) AW17 war wieder ein Schritt nach vorne und mit SS18 habt ihr eine runde Sommerkollektion geliefert.  Wie geht es weiter in Hinblick auf die Winterkollektion 2018?

Die Spring/Summer 2018 Kollektion wurde gerade ausgeliefert und ist für uns ein großer Schritt hinsichtlich verwendeter Materialien und Schnitte, das Feedback war bisher ausgezeichnet. Die Lads scheuen nicht mehr davor zurück spezielle Farben zu tragen und wir konnten einige helle Farbtöne, wie z.B. Rose-Gold und Sky-Blue bei der der Mirco Ripstop, erneut auflegen. 

Bei der Winter 2018 Kollektion haben uns die frühen 90-er Jahre stark beeinflusst, die Zeit als die Ecstasy-Welle die Nation überschwemmte und man das Gefühl hatte, die Welt dreht sich um Manchester (oder MADchester wie es damaligen Printmedien betitelten). Währenddessen der Fußball immer noch wichtig war, dominierten Clubs wie The Hacienda, Home & The Boardwalk die Nächte. Die Eindrücke/Einflüsse veränderten sich und so auch die Mode der Lads/Käufer mit Marken wie Polo Sport Ralph Lauren, Tommy Hilfiger, Henri Lloyd, Naf Naf, Chipie, Chevignon und das in Manchester beliebte Gio Goi, neben unbekannteren Marken wie Berghaus und Sprayway. 
Also macht euch bereit für große Logos, frische neue Farben und nautische Einflüsse.

Marshall Artist ShoppenMarshall Artist SS18

ENGLISH VERSION

1) Hi Ed, please tell us a bit about your background and how you started to get involved into Marshall Artist (MA).

I started as a 17 year old in 94 working the shopfloor of a new store in Manchester. Travelling around the country and Europe with Manchester United I was obsessed with the casual side to football and was constantly telling the owner of the store brands we should be stocking, so the owner listened and started to take me on the buying trips of the brands I recommended, thankfully they were all successful.   
My involvement in Marshall Artist began in late 2014 when I was introduced to Neil Maloney (my business partner) by a mutual friend. At the time I was a product director for the JD Sports Group and Neil was a creative consultant for Marshall Artist and informed me the owners of the brand had made the decision to end .  After several meetings most of which happened in various pubs and bars in Manchester we decided that as we both believed in Marshall Artist we should take the big step and buy the brand. In January 2015 the deal was completed and we were the new owners of Marshall Artist. 


2) Marshall Artist was founded in 2001, since some years it is back on the track and grows fast. What did you chang and whats the reason that Marshall Artist is now doing that good? 

Marshall Artist has always been held in high regard especially in the UK, US and Far East. Over the seasons it has collaborated with some big names including Ronnie Fieg (co-owner of Kith) & K-Way to name a few. It has also  been stocked in prestigious stores such as Nordstrom (US), Selfridges (UK), Lane Crawford (Hong Kong) & Colette (France). However Marshall has alway remained quite anonymous with no marketing and no recognised branding. For all the admiration it received within the industry it never really connected with the customers. 

When we bought the brand we already had a clear vision of how it should be re-positioned. The UK market was in desperate need of new brands that could inject freshness across jackets, fabrics, colours, the market had gone stale and we felt certain brands we getting away with presenting poor collections purely down to the lack of competition. 


3) We have been the first guys in Germany stocking Marshall Artist. Is Germany an important market for you or do you normally concentrate on the UK when it is about new collections?

The strategy when we bought the brand was to focus on rebuilding the UK, working closely with stores such as Van Mildert, Scotts & 80s Casual Classics. We decided we would look at any European stores that approached us as potential stockist providing they had a strong and relevant brand mix. 

Social media has made the world a very small place and word spreads quickly these days, along with The Smart Dresser this is making Germany an important part of Marshall Artist’s future. 


4) Do you see any difference between the German and the UK customers? 

From a clothing point of view the main difference we find is that there are strong loyalties to certain brands associated with the lads culture on the continent, in the UK influences from other brands such as Moncler, Parajumpers, Canada Goose, even brands like Valentino, Kenzo and DSquared are becoming more apparent especially in Liverpool and Manchester. 


5) What are your main targets and key points for AW18?

SS18 has just landed and a real move on in fabrics and styling which have so far been extremely well received. Lads are now not afraid to wear colour and we are already taking repeats on bright coloured jackets especially the Micro Ripstop in Rose Gold and Sky. 

AW18 has been heavily influenced by the early 90s, this was a time when the ecstasy culture swept across the nation and the world seemed to revolve around Manchester (or MaDchester as the press labelled it). While football remained important the night time was now dominated by the clubs like The Hacienda, Home & The Boardwalk. Influences changed and so did the lads wardrobe’s with brands such as Polo Sport Ralph Lauren, Tommy Hilfiger, Henri Lloyd, Naf Naf, Chipie, Chevignon and Manchester’s very own Gio Goi, alongside outdoor brands such as Berghaus and Sprayway. So expect to see large logos, fresh colours, nautical and outdoor influences.